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Familienurlaub

Trennlinie

Vorsicht, Fettnäpfchen!

• Warum man in Holland nie einen ganzen Kuchen bekommt
• Wie man in Südeuropa einen Kellner ruft
• Wissenswertes aus aller Welt

Andere Länder, andere Sitten – im Urlaub warten jede Menge Fettnäpfchen.

In der Öffentlichkeit

Zugegeben: Der Iran ist kein ausgewiesenes Urlaubsland; vielleicht gelten gerade deshalb hier die strengsten Regeln: Dort sollten Sie keinesfalls mit ausgestrecktem Daumen signalisieren, dass alles okay ist, diese Geste bedeutet so ziemlich dasselbe wie hierzulande der gestreckte Mittelfinger. Im Iran und allen anderen islamischen Ländern zieht man unbedingt die Schuhe aus, bevor man eine Moschee betritt, Frauen bedecken Kopf, Schultern und Beine, Männer zumindest ihre Knie. In arabischen und asiatischen Ländern sollte Körperkontakt zwischen Männern und Frauen in der Öffentlichkeit vermieden werden (in Ländern wie Saudi-Arabien gilt das sogar fürs Händeschütteln) und es gilt als Beleidigung, die Sohlen (mit oder ohne Schuhe) offen zu zeigen. In Japan, Thailand und anderen asiatischen Ländern ist es zudem üblich, die Schuhe auszuziehen, bevor man einen Raum betritt. In Asien ist auch Niesen oder Nase schnäuzen in der Öffentlichkeit tabu, Nase hochziehen jedoch nicht. Das ist übrigens in den USA ähnlich: Wer niesen oder sich die Nase putzen muss, geht sich im „rest-room" (sagen Sie nicht „toilette") „die Nase pudern".

Der Umgang miteinander

In Indien und buddhistischen Kulturen gilt es als grob unhöflich, Kinder am Kopf zu tätscheln. In Indien ist es zudem unüblich, sich nach dem Befinden von Frau oder Kindern zu erkundigen. In der Türkei darf man zwar feilschen, aber es gehört sich nicht, über Lebensmittel zu verhandeln. In muslimischen Ländern wird offiziell nicht getrunken, eine Flasche Cognac oder Wein ist also definitiv das falsche Geschenk für den Gastgeber. In Russland glaubt man, es bringe Unglück, jemandem die Hand über einer Türschwelle zu reichen, und in Polen und den Niederlanden ist es üblich, jeden einzelnen mit Handschlag zu begrüßen, wenn man zu einer Gruppe stößt. Und wer in den Benelux-Staaten zu einer Geburtstagsfeier eingeladen ist, gratuliert nicht nur dem Geburtstagskind, sondern dessen ganzer Familie.

Tischmanieren

In Japan darf man die Suppe schlürfen und in China das Essen geräuschvoll kauen, keinesfalls aber bei Tisch Taschentücher benutzen oder mit Essstäbchen auf Menschen zeigen. Noch schlimmer: Die Stäbchen senkrecht in den Reis stecken. Das steht für ein japanisches Todesritual. In Frankreich und den USA setzt man sich im Restaurant nicht einfach an einen Tisch, sondern wartet darauf, von einem Kellner platziert zu werden. Das in Deutschland verbreitete Aneinanderreiben der Finger, um die Rechnung zu bekommen, gilt in Südeuropa als unhöflich. Hier deutet man mit einer Hand an, dass man unterschreiben möchte. In den Niederlanden nimmt man nur ein Stück Kuchen, wenn man zu einer Feier eingeladen ist – egal, wie viele Torten zur Auswahl stehen. Angebotene Leckereien abzulehnen gilt in weiten Teilen Südeuropas als unhöflich und in der Türkei wird erwartet, dass Sie Ihren Teller leer essen. Bei einer Essenseinladung sind in Frankreich opulente Gastgeschenke, in Italien eine Gegeneinladung und elegante Kleidung selbstverständlich. Vor allem in Portugal und Spanien isst man spät zu abend und wenn Sie pünktlich kommen, sind Sie zu früh. Während wir Deutschen uns beim Anstoßen in die Augen schauen, leert man in Russland das Glas in einem Zug und unterbricht niemals einen Trinkspruch. Wird auf die Damen getrunken, erheben sich alle Herren.


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