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Familienurlaub

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Ohne Auto ins Gebirge

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Die „Alpine Pearls“ setzen auf Natur

Unser positiver Eindruck ist natürlich kein Zufall: In Berchtesgaden tut sich einiges in Sachen Tourismus. Mit seinen vielfältigen Angeboten für Kinder aller Altersgruppen mausert sich der Ort mehr und mehr zu einem Vorzeige-Reiseziel für Familien – im Sommer wie im Winter. Wir finden es in unserer holzvertäfelten Unterkunft einfach urgemütlich. Sollte einem aber weniger rustikal zumute sein: Auch dafür ist gesorgt – das Interconti auf dem Obersalzberg bietet schicken Fünf-Sterne- Luxus, und mitten im Ortskern eröffnet im Sommer 2010 mit dem „Edelweiss“ ein neues 120-Zimmer-Hotel mit allen Schikanen und vier Sternen superior. Zudem hat sich Berchtesgaden als eines von nur zwei deutschen Mitgliedern der Fremdenverkehrs-Initiative „Alpine Pearls“ einem nachhaltigen, autofreien und qualitativ hochwertigen Tourismus verschrieben. Die bereits 2008 eingeführte kostenlose Fahrkarte für Besucher ist dabei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Leitziel „sanfte Mobilität“. Denn man hat lange schon eingesehen, dass die eindrucksvolle Natur das wichtigste Gut ist, das die Region hat. Allein im Nationalpark Berchtesgaden, der vom Königssee bis zum Watzmann und dem Steinernen Meer reicht, gibt es 230 Kilometer Wanderwege. Doch auch wer sich, auf die bequeme Tour, mit dem Schiff den Königssee entlang gondeln lässt, kehrt mit unvergesslichen Eindrücken von der einmaligen Alpenlandschaft zurück.

Das ist der Gipfel

Wir als Hamburger müssen zu Hause ja mit „Bergen“ auskommen, die schon als einsame Gipfel gelten, wenn sie höher sind als 100 Meter. Und deshalb wollen wir uns das Berchtesgadener Land auch einmal von oben anschauen. Dafür ist der Kehlstein mit über 1800 Metern genau das Richtige – und hat für Loris noch die zusätzliche Attraktion, dass man über die höchstgelegene Linienbus-Route Deutschlands dorthin gelangt. Die erst Ende der 1930er-Jahre angelegte Kehlsteinstraße ist für andere Fahrzeuge gesperrt, und so geht es zügig über Serpentinen und durch mehrere Tunnel hindurch hoch hinaus. Am Ende der Straße sorgt dann ein langer, kühler und feuchter Tunnelgang für plötzliches Schaudern, bevor wir mit einem Aufzug zum Kehlsteinhaus auf dem Gipfel gelangen. Der Ausblick ist, gerade im Kontrast zum funzeligen, leicht gruseligen Fahrstuhl, überwältigend. Nach Süden blickt man über schneebedeckte Gipfel nach Österreich hinein, Richtung Norden bis weit ins Voralpenland – und über allem ersteckt sich ein Himmel von schönstem bayerischen Blau, nur hier und da mit einzelnen Schäfchenwolken verziert. Doch was wäre ein bayerischer Berggipfel ohne eine Berghütte? Auf dem Kehlstein jedenfalls muss man sich um die Verköstigung keine Sorgen machen – auf der großen Terrasse wird an vielen Tischen fröhlich gezecht. Wir bleiben norddeutschzurückhaltend lieber bei Kaffee und Kuchen und genießen das Panorama, während Loris einen Eisbecher verdrückt, der durch die Kombination aus strahlendem Sonnenschein und frischer Hochgebirgsluft gleich noch einmal so gut schmeckt. Autofrei bis auf den Gipfel – bei einem so hohen Spaßfaktor, wie wir ihn in den Alpen erlebt haben, lässt sich Nachhaltigkeit im Urlaub nur empfehlen!


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