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Familienurlaub

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Wo der Wald am tiefsten…

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Erlesenes in der Hütte

Für die erfolgreiche Schatzsuche belohnen wir uns mit einem kräftigen Imbiss in der Satteleihütte: Keine gewöhnliche Wanderhütte, denn die Vesperkarte bietet nicht etwa Currywurst, Pommes und Schnitzel, sondern Schwarzwälder Spezialitäten wie heimische Weiderindersülze, Rauchfleisch am Stück und geschmälzte Fleischküchle – hausgemacht. Und das zu zivilen Preisen und auf Feinschmecker- Niveau. Letzteres ist kein Wunder, denn Betreiberin der Hütte ist das nahe Hotel Bareiss – eines der exquisitesten Deutschlands, das Baiersbronn gemeinsam mit dem berühmten Hotel Traube Tonbach zur einzigen deutschen Gemeinde mit gleich zwei Drei-Sterne- Köchen macht. Kein Wunder also, dass Baiersbronn auch als das „Sternedorf“ bekannt ist. Mit einem weiteren Stern für das Restaurant Schloßberg des Hotels Sackmann im Ortsteil Schwarzenberg sind es sogar sieben Michelin-Sterne – in dieser Häufung ebenfalls einmalig in Deutschland.

Bodenständige Gastlichkeit

Schon klar, dass Familien mit mittlerem Einkommen nicht die Hauptklientel der Sterneküche sind. Nicht schlimm, denn Baiersbronn bietet enorme gastronomische Vielfalt zu bezahlbaren Preisen –was ein Blick auf die Übernachtungszahlen unterstreicht: Im Jahr 2008 brachten es 190.000 Gäste auf 840.000 Übernachtungen. Wir nächtigen im Goldenen Hahn, dessen Geschichte die Entwicklung Baiersbronns zum Touristenmagnet gut widerspiegelt: Früher betrieb Familie Gruber einen Glas- und Haushaltswaren - laden, dann entstanden erste Fremdenzimmer, mittlerweile hat man ganz auf gastliche Bewirtung umgestellt. Und dies so freundlich und bodenständig, wie man’s im Schwarzwald erwartet. Was man nicht unbedingt erwartet, ist eine zehn Fußballfelder große Schneise voller Verwüstung und Neubegrünung. Wir befinden uns auf dem Lotharpfad, der an der Schwarzwaldhochstraße und somit ganz in der Nähe liegt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag 1999 fegte Orkantief Lothar binnen zwei Stunden 30 Millionen Kubikmeter Holz zu Boden – vor allem im Nordschwarzwald. Der Lotharpfad zeigt die Ausmaße am deutlichsten, denn hier wurde auf schnelle Wiederaufforstung verzichtet, die Natur sich selbst überlassen. Dafür baute man Brücken und Stege, Treppen und Leitern, die dieses weite Feld des Vergehens und Werdens zum Naturerlebnis machen. Gemeinsam bestaunen wir umgestürzte Baumriesen und dürres Geäst, das immer mehr mit neuem Wuchs konkurriert und diesen Kampf nicht gewinnen kann. Wir bekommen eine Ahnung von den Kräften der Natur – sowohl der Zerstörung als auch des Neubeginns.


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