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Familienurlaub

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Mama mit zwei Jungs auf Familiensprachreise

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Nichts für Faulpelze

Am Montag geht es los. Der Weg von unserer Unterkunft bis zur Schule ist länger, als wir dachten. Wir schnaufen zwanzig Minuten den Hang hinauf, an dem die Trinity School liegt. Wir wohnen im Guesthouse in der Stadt, Frühstück ist inklusive und die Jungs bekommen Mittag- und Abendessen auf dem Campus. Der Campus selbst sieht aus wie gemalt; ein altehrwürdiges, typisch englisches Backsteingebäude wird von Grünpflanzen eingerahmt, eine weite Treppe schwingt sich elegant empor. Die Kinder springen die Stufen hinauf und wir verabschieden uns in die unterschiedlichen Klassenräume. Das Sprachprogramm beginnt mit einem Einstufungstest, der nicht ohne ist. Wir füllen einen Lückentext aus, Antwortmöglichkeiten sind vorgegeben. „How … you today?“ ist noch keine große Herausforderung, aber bei „I hate … to get up early“ wird es schwieriger. Später erfahre ich überrascht, dass die Kinder denselben Test machten. Die Lehrer sind „native speaker“, also Muttersprachler, die nur auf Englisch kommunizieren. Gelehrt wird Konversation, Lesen und Hören sowie Grammatik.
Wer etwas falsch sagt, wird aber nicht gleich verbessert, sondern angehört. Uns soll die Angst vorm Sprechen genommen werden – es geht nicht um richtig oder falsch, sondern um Kommunikation. Hauptsache, man traut sich, etwas zu sagen. Wir Erwachsenen interpretieren Gedichte und halten Referate, diskutieren die aktuellen Nachrichten, Politik, Wetter und Geschichte. Die Kinder schreiben Comics und spielen Spiele, sie lernen Verkehrsregeln und die Körperteile – mit Karte, Zeichnungen und Beispielen geht all das mühelos auf Englisch.
Und auch nachmittags gilt: So oft es geht, sollen Kinder und Eltern auf Englisch kommunzieren. Pascal und Marvin toben mit ihren Klassenkameraden, machen Sport und die Ausflüge mit. Das Highlight winkt am Donnerstag: Beim Ausflug nach Torquey besuchen sie einen Scherzartikelladen. Explodierende Feuerzeuge, Scherz-Füller, Pupskissen – Jungsherz, was willst du mehr? „That is so much fun“, lacht Pascal. „Ja, ist es. Ich meine: yes, it is“, bestätigt Marvin.

Was soll ich buchen?

• Die Schule: Der ideale Lehrer ist Muttersprachler und Akademiker. Die Klassen sollten eine Teilnehmerzahl von 15 Schülern nicht überschreiten. Tendenziell bieten große Institute gute technische Ausstattung, kleinere eine persönlichere Atmosphäre.
• Der Kurs: Es gibt Standardkurse, Intensivkurse und Einzelunterricht. Letzterer ist zwar sehr teuer, aber auch sehr effektiv. Am Ende des Kurses gibt es üblicherweise ein Zertifikat für jeden. Was Sie vorher wissen sollten: Welche Sprachniveaus werden angeboten? Setzen die Kurse ein Grundverständnis der Sprache voraus? Dauert eine Einheit 60 oder 45 Minuten?
Die Betreuung: Schüler schlafen im Internat oder bei Gastfamilien. Die Betreuung sollte durch pädagogisch geschulte, deutsch-sprachige Betreuer erfolgen, die vom Veranstalter engagiert sind. Es kann Zeiträume geben, in denen Kinder nicht betreut sind (z.B. auf dem Schulweg oder während eines Ausflugs), klären Sie das vorab mit dem Veranstalter.


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